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Das Ocean Protocol

Das Ocean Protocol bietet eine von Gaia-X anerkannte Möglichkeit, einen dezentralen Datenraum nach EU-Standards mit Hilfe von Distributed-Ledger-Technologie zu realisieren.

Ocean ist ein dezentrales, Etherium-kompatibles Datenaustausch-Protokoll, und verfolgt eine Multi-Chain Strategie [1].

Das Protokoll ist damit eine Art Schnittstelle, die es möglich macht eine zugrundeliegende Blockchain zum Teilen von Daten zu nutzen, indem Datensätze mit Token verknüpft werden.



Die Basics

Mit dem Ocean Protocol kann mit dem Zugang zu Daten gehandelt werden. Die Daten verbleiben dabei immer auf den Servern oder Datenbanken ihrer Besitzer. Dazu wird jeder Datensatz bei der Erstellung des Angebots mit einem Non-Fungible-Token (NFT, nach ERC721) verknüpft, welches die Besitzrechte an den Daten kapselt.

Käufer können dann Data-Token (ERC20 fungible token) erwerben, welche vom Datenbesitzer explizit definierte Zugangsrechte zu seinen Daten beinhalten. [2]

Ein Vergleich aus der Musik: das NFT ist soetwas wie das Copyright an einem Song: das gibt es nur ein Mal, und es gehört dem Urheber des Songs, sofern er es nicht komplett veräußern möchte. Ein Data-Token wäre in diesem Bild eher eine Eintrittskarte zu einem Konzert. Die Konditionen der Eintrittskarte kann die Band selbst festlegen, sie verdient letztlich am Verkauf der Tickets. Das Ocean Protocol stellt nur die Infrastruktur dar, über die die Tickets vertrieben werden. [2]

Wir haben für euch zwei Perspektiven vorbereitet, die diese Technologie vorstellen:

Ocean und Gaia-X

Das Ocean Protocol setzt bereits einige der Funktionalitäten, die Gaia-X für ein dezentrales Datenökosystem vorsieht, und in den Gaia-X Federated Services (GXFS) beschreibt, um. Dafür wurde es von Gaia-X bereits anerkannt, das Paper “Gaia-X, a Federated European Data Infrastructure, Ocean Protocol Use Case” (Quelle 3) beschreibt die Rollen der einzelnen Komponenten.

Es fehlt jedoch ein passendes Identitätsmanagement, mit Selbstbeschreibungen nach den Regeln des Trustframeworks.

Werden diese ergänzt, können mit dem Ocean Protocol vollständig Gaia-X konforme Datenräume aufgebaut werden, und das, wie im Paper angemerkt wird, mit potentiell erheblich geringeren Entwicklungs- und Integrationszeiten. [3]

Konkrete Datenräume

Aktuell gibt es zwei “Anbieter”, die an der Entwicklung von Datenräumen nach europäischen Standards arbeiten, und dafür das Ocean Protocol nutzen. Beide werden von Gaia-X gefördert. [4]

Das ist zum einen Zertifier, ein Unternehmen das sich auf die Entwicklung von Software mit sicherheitstechnischem Hintergrund basierend auf Blockchain-Technologie spezialisiert hat.

Sie arbeiten aktuell am Aufbau von Zertidata, einem Datenraum für den Landwirtschaftlichen Anbau von Lebensmitteln (“Agrifood”), im Rahmen des RegenAg-X Projekts. [5]

Bereits etwas weiter fortgeschritten ist dagegen DeltaDao, ein Unternehmen dass zum Zweck des Aufbaus von Datenräumen auf Basis des Ocean Protocol gegründet wurde, und schon 12 Gaia-X konforme Datenräume in Betrieb nehmen konnte. Alle diese Datenräume sind automatisch miteinander kompatibel, und Teil des Pontus-X Datenökosystems. [7]

Zudem ist DeltaDAO seit September 2024 auch ein Provider des Gaia-X Digital Clearing Houses (GXDCH). [6]


Quellen

  1. Doku des Ocean Protocols, Kapitel "Netzwerke"

  2. Whitepaper des Ocean Procotols, Kapitel "Ocean Tools Foundation: Data NFTs & Datatoken"

  3. Paper "Gaia-X, a Federated European Data Infrastructure, Ocean Protocol Use Case"

  4. Interview mit dem CTO von Zertifier, veröffentlicht von Gaia-X auf deren Website am 11.10.2024: Zertifier joins Gaia-x to advance decentralised and secure data solutions

  5. Website des RegenAg-X Projekts

  6. Pressemitteilung von Gaia-X, veröffentlicht auf ihrer Homepage, 02.09.2024

  7. Pontus-X Homepage

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